Ravioli

Pasta

Ravioli – gefüllte Nudeltaschen

Ravioli sind eine allseits bekannte Nudelform. Das liegt nicht zuletzt daran, dass sie die erste Form waren, die seit 1958 in Form von Ravioli in Tomatensauce (in Dosen) den deutschen Markt eroberten. Damals galten sie für Deutsche, die als Urlauber aus Italien heimkehrten, als gute italienische Küche, die man leicht zubereiten konnte. Einfach die Dose auf, die Nudeln in der Sauce erwärmen und servieren. Wie weit sind wir doch seitdem gekommen! Und trotz der vielen anderen italienischen Spezialitäten, die uns heute zur Verfügung stehen, erfreuen sich die Dosen-Ravioli immer noch größter Beliebtheit.

ravioli

Ravioli mit Kürbisfüllung

Ravioli, Mezzelune, Agnolotti

Außerhalb Italiens werden fast alle gefüllten Nudeln (außer Tortellini) als Ravioli bezeichnet. In Italien werden sie aber manchmal noch in ihrer Form oder ihrer Herkunftsregion nach dem Namen unterschieden. Aus dem Piemont, genauer aus der Gegend rund um Monferrato, kommen die Agnolotti, die sowohl rund als auch traditionell quadratisch sein können. Agnolotti al plin (=gekniffene Agnolotti) kommen aus der Region bei Langhe und Monferrato. Sie werden zubereitet, indem man den Teig zu einem Streifen von ca. 4 cm Breite zuschneidet, dann die Füllung in kleinen Kügelchen im Abstand von 5 cm verteilt. Dann klappt man eine Längsseite über die Füllungsklekse nach unten und drückt die Zwischenräume mit dem Zeigefinger fest. Wegen dieses Vorgangs heißen sie al plin. Dann schneidet man die Agnolotti mit dem Teigrädchen auseinander.
Als mezzelune (=Halbmonde) werden manchmal die halbkreisförmigen Ravioli bezeichnet. Runde Ravioli findet man auch manchmal unter der Bezeichnung girasoli, also Sonnenblumen.

Ravioli-Füllungen

Das älteste bekannte Rezept für Ravioli im Kochbuch Libro per cuoco aus dem 14. Jahrhundert in Prato beschreibt eine Füllung mit gemischten grünen Kräutern, Ei und Frischkäse. Die ravjul aus Malta könnten sogar noch älter sein und werden mit Ricotta gefüllt. In Sardinien füllt man sie mit einer erfrischenden Mischung aus Ricotta und Zitronenschale. Sehr beliebt ist auch die Kombination von Ricotta, Spinat, Ei und Muskat in Ravioli. Ravioli alla genovese sind nicht etwa mit Pesto gefüllt, sondern mit einer Mischung aus Kalbsfleisch, Kalbshirn und –bries, Schweinebrust, Ei, Brotkrumen, Parmesan und Mangold. Man kann Ravioli auch hervorragend zur Resteverwertung einsetzen. Wenn noch etwas Salsiccia oder anderes Fleisch vom Vortag übrig ist, einfach eine köstliche Mischung zusammenrühren und die frischen Teigtaschen damit füllen.

Schreiben Sie uns hier Ihren Kommentar zum Beitrag!