Wein und Prosecco aus Italien

Italien zählt zu den historisch bedeutendsten Weinanbaugebieten Europas. Bereits die Griechen nannten Italien „Oinotria“, was wörtlich „Land der an Pfählen gezogenen Reben“ oder auch "Weinland" bedeutet.

Die besten Voraussetzungen für qualitativ hochwertigen Wein sind (geografische) Abhänge und ein gutes Klima.

Italien mit seinen vielen Sonnentagen, der Meeres- und der Gebirgsluft sowie der Alpennähe im Norden ist geradezu prädestiniert für den Anbau von Qualitätswein, zu denen auch der Prosecco gehört.

Werden die fetten Böden Italiens für den Getreide-, Gemüse- und Obstanbau genutzt, sind die trockeneren Hänge für die italienischen Weine gedacht.

Bevor Sie sich entscheiden, einen Wein online zu kaufen, möchten wir Ihnen eine kleine Wein-Kunde zur Hand geben, die Ihnen vielleicht auch die Auswahl in unserem Weinversand erleichtern kann.

Weinregionen Italiens

Die bekannteste Weinanbau-Region in Italien ist mit 63.000 Hektar die Toskana. Die Toskana zeichnet sich durch ihre vielfältigen Landschaften aus, in denen jeweils – abhängig von Bodenbeschaffenheit und Klima – eine typische Sorte Wein hergestellt.

Ein hervorragender Wein aus der Toskana ist z.B. der Pietronello Toscana Rosso, ein sehr edler Rotwein mit Gewürz- und Süßholz-Noten, der sich fantastisch für einen schönen Abend mit Freunden eignet.

Durch das Zentrum der Toskana zieht sich die Hügelkette Chianti. In diesem Gebiet mit viel Sonnenschein und regelmäßigen Niederschlägen ist vorrangig ton- und kreidehaltiger Erdboden zu finden. Der hier gekelterte Wein wird besonders für seinen trockenen und herb-würzigen Geschmack geschätzt.

Unsere Empfehlung für einen Chianti ist unser Chianti Classico Gran Selezione 2011, der laut Weinführer „Gambero Rosso“, dem Standardwerk für italienischen Wein, zu den besten Weinen Italiens zählt. Dieser Weißwein allererster Güte ist für anspruchsvolle Weinliebhaber, die das Außergewöhnliche lieben. Seine Qualität macht ihn außerdem bestens geeignet als Weihnachtsgeschenk für Mitarbeiter und Kollegen.

Sizilianische Weine aus dem Süden Italiens erfreuen sich ebenfalls weltweit großer Beliebtheit. Der Teil Siziliens, der für den Weinanbau genutzt wird, ist mit 101.000 Hektar noch größer als die Weinanbaufläche in der Toskana. Zu den bekanntesten Weinen aus Sizilien gehört der Likörwein Marsala.

Auch die norditalienische Region Venetien weist viele unterschiedliche geographische Merkmale wie Gebirgszüge, Küstenstreifen und Flachland auf. Die Region reicht im Westen bis an den Gardasee, Italiens größten See, im Norden bis an die Alpen. Deshalb kann Venetien auch mit einer großen Bandbreite an Weinanbauregionen glänzen.

Diese Vielfalt ermöglicht auf 25% der 73.000 Hektar großen Fläche den Anbau von DOC-Weinen, Weinen, die besonderen Qualitätsvorschriften genügen müssen. Ein gutes Beispiel für einen solchen Qualitätswein ist unser Rotwein Ripasso Classico Superiore, ein sehr rarer Wein bester Güte und Gewinner des Internationalen Weinpreises Mundus Vini Gold 2012.

Neben der großen Vielfalt der Weinanbaugebiete sind es auch die verschiedenen Anbau- und Herstellungsverfahren, die für den Reichtum an charakteristischen Weinsorten aus Italien verantwortlich sind.

Es existieren sage und schreibe ca. 1.000 italienische Weinsorten.

Die Geschmacksstufen von Wein

Weinkennern sind Begriffe wie „trocken“, „halbtrocken“, „lieblich“ und „süß“ natürlich bekannt, doch nicht allen Weintrinker und -genießer sind sich bewusst, worauf eigentlich diese Geschmacksunterschiede beruhen.

Trocken, lieblich, süß – Auf den Geschmack gekommen

Es ist der Säuregehalt, der maßgeblich den Geschmack eines Weins bestimmt. Bei einem hohen Säuregehalt handelt es sich um einen trockenen Wein, bei einem sehr geringen um einen süßlichen Wein.

Trockene italienische Weine für alle, die es etwas herber und geschmacksintensiv mögen. Ein trockener Wein hat einen Zuckergehalt von maximal 9 Gramm pro Liter.

Der Säuregehalt ist bei trockenen Weinen mit minimal 2 Gramm pro Liter der geringste unter den Weingeschmäckern (Säure + 2 ≤ 9g Zucker/ Liter).

Beispiele für trockene Weine aus Italien:

  • Chardonnay
  • Pinot
  • Sauvignon
  • Soave

Halbtrockene italienische Weine: Ein Wein wird als halbtrocken definiert, wenn er maximal 18 Gramm Restzucker hat. Der Zuckergehalt berechnet sich dabei aus dem Säuregehalt plus 10 (Säure + 10 ≤ 18g Zucker/ Liter).

Liebliche italienische Weine: Liebliche Weine werden auch als halbsüße Weine bezeichnet und weisen eine deutlich süße Note auf. Der Zuckergehalt liegt zwischen 18 und 45 Gramm pro Liter.

Süße italienische Weine für Schleckermäuler: Der süße Wein wird seinem Namen völlig gerecht und weist den höchsten Zuckergehalt bzw. den höchsten Anteil an Süßungsmitteln von über 45 Gramm pro Liter.

Doch nicht nur die Geschmacksrichtungen differenzieren die Weinsorten voneinander:

Rotwein, Weißwein, Roséwein

Offensichtlich ist auch der Unterschied in der Farbe. Diese Unterschiede sind in den meisten Fällen der unterschiedlichen Weinproduktion geschuldet.

In der Herstellung des Weißweins werden nur grüne Trauben vergoren.

Die bekanntesten italienischen Weißweine sind sicherlich:

  • Chardonnay
  • Pinot
  • Trebbiano

Rotwein wird aus roten Trauben samt Schale hergestellt. Entfernt man die Schale und gärt diese, entsteht der sog. „weiße Rotwein“ („blanc de noir“), da die Farbstoffe der Schale, die für die Rotfärbung verantwortlich sind, wegfallen.

Zu den wichtigsten heimischen Rotweinen zählen die folgenden trockenen Weine:

  • Barbera
  • Malvasia
  • Montepulciano
  • Nebbiolo
  • Sangiovese
  • Merlot

Roséwein wird ebenfalls aus roten Trauben gewonnen. Allerdings werden jene nicht sofort gepresst. Durch ihr Eigengewicht „bluten“ die Trauben aus und der hell-rosa Saft wird zu Roséwein vergoren. Die restlichen Trauben können für die Herstellung von Rotwein verwendet werden.

Entdecken Sie in unserem Wein Online Shop diese und weitere italienische Rotweine, Weißweine und unsere Roséweine. Als zeitloses Geschenk eignet sich eine schöne Flasche Wein immer, entweder um sich selbst oder anderen eine Freude zu machen. Vielleicht können Sie sich von unseren Geschenkideen und Geschenksets inspirieren lassen, die neben edlen Weinen weitere ausgesuchte italienische Delikatessen wie Pasta und Pralinen in einer hübschen Geschenkbox beinhalten.

Zusammenfassend lässt sich also sagen: Der Geschmack der Weine hängt von den Reben und ihrem Reifegrad, der Gärung sowie dem Alkohol- und Säuregehalt ab.

Prosecco – Schaumwein & Perlwein aus Italien

Der Name „Prosecco“ leitet sich ab von dem gleichnamigen italienischen Ort in Triest. Anders als man denken könnte, hat der Begriff nichts mit „secco“ (italienisch: „trocken“) zu tun. Prosecco ist eine geschützte Herkunftsbezeichnung, unter der ausschließlich italienische Schaumweine und Perlweine gehandelt werden.

Italienischer Prosecco hat das DOCG-Siegel, das noch über dem DOC-Siegel steht und damit ein absolutes Qualitätsprodukt ist.

Das Typische am Prosecco ist seine Kohlensäure, die bei der Produktion entsteht. Der Grad des Kohlensäure-Gehalts bestimmt, ob es sich um Schaumwein (italienisch: Prosecco Spumante) oder Perlwein (italienisch: „Prosecco frizzante“) handelt.

Prosecco spumante: Bei Schaumweinen entsteht die Kohlensäure im Verlauf der Gärung. Die Schaumweine sind „prickelnder“ als die Perlweine.

Prosecco frizzante: Perlwein hat einen Kohlensäuregehalt von 1–2,5 bar. Die Kohlensäure wird hier nachträglich hinzugesetzt und verleiht dem Wein seine feine Perlage.

IGT-, DOC- & DOCG- – Qualitätsstufen von Wein & Prosecco

Prosecco sowie die Weine aus dem Chianti haben sich bereits seit Jahrhunderten einen Weltruf erarbeitet. Andere Weinbauregionen Italiens sind noch auf dem Weg dahin.

Die Weine aus den anderen Weinanbauregionen Italiens tragen i.d.R. nur das IGT-Siegel (italienisch, „Indicazione Geografica Tipica“), was einem italienischen Landwein entspricht.

Ca. 30% der in Italien erzeugten Weine fallen unter diese Kategorie. Die Bestimmungen für IGT-Wein sind weniger streng als die für DOC-Weine, doch dem Geschmack tut dies keinen Abbruch.

Anders als IGT-Weine sind DOC-Weine aus kontrolliertem Anbau.

Denominazione di origine controllata“ steht für „kontrollierte Ursprungsbezeichnung“ und ist eine Qualitätsbezeichnung, das nicht nur auf Weine, sondern auch auf Käse und andere Lebensmittel-Erzeugnisse angewendet werden kann. Weine mit dieser Auszeichnung stehen qualitativ über den IGT-Weinen und dürfen nur in Flaschen unter fünf Litern abgefüllt werden. Nur ca. 25% der in Italien gekelterten Weine erhalten dieses Siegel.

Die absoluten Spitzenweine sind Weine mit dem DOCG-Siegel. „DOCG“ bedeutet „Denominazione di Origine Controllata e Garantita“, „staatliche Kontrolle der Weine“. Diese Qualitätsauszeichnung erhalten lediglich 5% der italienischen Weine.