Die Grappa Destillerie Nonino im Friaul

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    Der Grappa hat im Laufe des 20. Jahrhunderts eine erstaunliche Entwicklung vom Bauerngetränk zum edlen Tropfen für Gourmets durchgemacht. Das ist vor allem dem Bemühen von Brennmeistern wie der Familie Nonino zu verdanken, die den Destillationsprozess technisch optimierten und eine größere Sorgfalt auf die Auswahl der Reben legten. Grappa ist die italienische Bezeichnung für einen Tresterbrand, dessen Destillationsverfahren durch Gelehrte von den Kreuzzügen nach Italien mitgebracht wurde. In Persien war die Destillation zur Herstellung von Medizin genutzt worden.

    Nonino Grappa
    Dampfdestillierkolben

    Beim Brennen von Grappa wird das Destillat aus dem Traubentrester, also den Rückständen der Weinmaische, gewonnen. Einige Grappe werden auch aus ganzen Weintrauben gewonnen und werden prima uva genannt. Ähnlich wie bei der Reifung von Aceto balsamico geschieht die Lagerung in Holzfässern unterschiedlicher Hölzer, die das Aroma des Grappas formen. Bei Nonino sind es Fässer aus Eiche Nevers, Limousin, Grésigne, ex-Sherry, Akazie, Wildkirsche und Birne, in denen der Grappa und der ÙE reifen.

    Nonino Grappa
    Cristina, Antonella und Elisabetta in der Schatzkammer

    Als Stammvater der Nonino-Brennerei gilt Orazio Nonino, der noch ohne festen Sitz einer Destille produzierte. Erst 1928 wurde der Sitz der Branntweinbrennerei von Ronchi di Percoto nach Percoto verlegt. Seither hat sich Nonino kontinuierlich als Familienmarke etabliert. Orazio folgten Luigi und Antonio und heute führt Benito das Unternehmen mit Giannola sowie den Töchtern Cristina, Antonella und Elisabetta. Familiensinn wird bei Nonino groß geschrieben. So stehen die 66 Destillierkolben je für ein Familienmitglied und für jeden Enkel. Der zweite Pfeiler des Unternehmens ist Tradition. Ihr Traditionsbewusstsein zeigt sich unter anderem im Jahr 2004, als sie ihre 66 Dampfdestillierkolben an den Ursprungsort der Brennerei in Ronchi di Percoto zurückbrachten, wo einst die Destillerie ihres Ururgroßvaters gestanden hatte.

    Aber auch innovative Ideen der Familie Nonino haben dafür gesorgt, dass ihr Name und der Grappa weltweite Beliebtheit erreichte. Eine Revolution ist im Dezember 1973, dass Giannola und Benito Nonnino einen Grappa aus nur einer Rebsorte, der Picolit, destillieren – den Monovitigno. Aufgrund des großen Erfolges folgten ihnen viele Hersteller in Italien und außerhalb der italienischen Staatgrenzen. Die weltweite Anerkennung des Nonino-Grappa zeigt sich auch in den zahlreichen Veröffentlichungen über die Brennerei in namhaften Zeitungen wie New York Times, Herald Tribune und Frankfurter Allgemeine Zeitung.

    Im Dezember 2003 wird der Familie Nonino der renommierte Premio Leonardo Qualità Italia vom Staatspräsidenten der italienischen Republik überreicht. Damit werden sie offiziell zu Botschaftern für italienischen Grappa in der ganzen Welt. Die Bedeutung der Familie für das Ansehen des Grappas weltweit wurde 2006 deutlich, als Giannola Bulfoni Nonino die Ehrendoktorwürde von der Universität Udine verliehen bekam.

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