Heroischer Weinbau im UNESCO-Welterbe
Drusians Weinberge liegen in den Hügeln von Valdobbiadene, die seit 2019 zum UNESCO-Welterbe gehören. Manche Hänge sind mehr als 50 Prozent steil. Maschinen kommen dort kaum voran. Deshalb werden die Reben überwiegend von Hand gepflegt und gelesen – mit bis zu 800 Arbeitsstunden pro Hektar und Jahr.
Seit Generationen mit den Hügeln verbunden
Um 1890 pflanzte Urgroßvater Giuseppino die ersten Reben der Familie in Santo Stefano und Saccol. Francesco Drusian lernte die Weinberge schon als Kind an der Seite seines Großvaters kennen. 1988 übernahm er den Betrieb und verband das überlieferte Wissen seiner Familie mit moderner Kellertechnik.
Besondere Lagen mit eigener Handschrift
Zu Drusian gehören einige der spannendsten Lagen Valdobbiadenes. Die Rive di Santo Stefano und die Rive di Bigolino zeigen, wie unterschiedlich Glera schmecken kann. Hinzu kommt Cartizze, eine nur 107 Hektar kleine Spitzenlage. Drusian bewirtschaftet davon rund 3,5 Hektar.
Alte Reben für die nächste Generation
Mehrere Hundert Glera-Reben bei Drusian sind über 100 Jahre alt. Von besonders gesunden und charaktervollen Rebstöcken gewinnt die Familie Edelreiser für neue Pflanzen. So bleibt das genetische Erbe der historischen Weinberge erhalten und wird an die nächste Generation weitergegeben.
Mehr Zeit für eine feinere Perlage
Nach der Handlese werden die Trauben schonend gepresst und kontrolliert vergoren. Bei der zweiten Gärung im Drucktank lässt Drusian seinen Prosecci besonders viel Zeit – bis zu 120 Tage. So entsteht die außergewöhnlich feine, gleichmäßige und lang anhaltende Perlage, die das Haus auszeichnet.
Die vielen Facetten der Glera
Drusian zeigt, wie vielseitig eine einzige Rebsorte sein kann: Der Brut schmeckt trocken und klar, der Extra Dry weicher und fruchtbetonter. Rive und Cartizze bringen einzelne Lagen zum Ausdruck. Der auf der Hefe gereifte Sui Lieviti erinnert dagegen an die ursprüngliche Prosecco-Tradition Valdobbiadenes.