Pastaschule 4: Orecchiette selbstgemacht

Pasta, Rezept

Orecchiette selbstgemacht – so geht’s

Nach Maccheroni und Fusilli will ich diese Woche erklären, wie man Orecchiette selbst machen kann. Auch für diese Nudelform braucht man keine Nudelmaschine. Rezepte für Saucen zu Orecchiette habe ich bereits im vorigen Blogbeitrag vorgestellt. Die Herkunft von Orecchiette liegt in Italien wahrscheinlich in Apulien, wohin diese Form aber wahrscheinlich schon im Mittelalter aus der Provence gekommen war.
Wie für alle selbstgemachten Nudeln gilt: Mit einer zweiten oder sogar dritten Person geht es schneller und macht mehr Spaß. Spannen Sie Ihre Kinder oder Enkel ein – dann wissen diese das daraus bereitete Essen gleich mehr zu schätzen. Bereiten Sie die Orecchiette am Vorabend vor und lassen Sie über Nacht trocknen. Nach einigen Stunden sollten sie gewendet werden.

Zutaten- und Werkzeugliste

Für Orecchiette selbstgemacht benötigen Sie den Pastateig ohne Ei, den Sie eine Stunde vor der eigentlichen Pastaformung vorbereiten sollten, denn er sollte eine Stunde im Kühlschrank ruhen.
Zusätzlich benötigen Sie Messer (Gemüsemesser oder Tafelmesser) für jede Person und ausreichend viel Ablagefläche. Für die Teigmasse für 4 Personen haben wir fast 4 Backbleche zum Trocknen der Orecchiette gebraucht. Große Bretter tun es natürlich auch. (Ideal wären feinmaschige Gitter, die aber die wenigsten im Hause haben werden.) Als Untergrund für das Zubereiten eignet sich ein nicht mehr ganz neues Holzbrett, denn auf allzu glatten Untergründen wie einer Arbeitsplatte funktioniert es nicht gut.

orecchiette selbstgemacht

Orecchiette selber machen

So werden Orecchiette selbstgemacht

Sobald der Teig eine Stunde im Kühlschrank geruht hat, nehmen Sie ihn heraus, schneiden ein etwa eigroßes Stück ab und formen es zu einer Rolle von etwa Fingerdicke. Dann trennen Sie von der Rolle mit dem Messer Stücke in der Größe von maximal 1 cm Durchmesser ab. Formen Sie das Teigstück ungefähr zu einer Kugel – die muss nicht perfekt sein – legen Sie die runde, stumpfe Seite des Gemüsemessers oder die Rundung des Tafelmessers an das obere Ende des Teigs und ziehen Sie das Messer in einem ca. 30°-Winkel zum Brett zu sich. Das Messer wirft den Teig dabei etwas auf. Nehmen Sie das Teigstück und stülpen es um, so dass die raue Seite oben ist. Ziehen Sie beim Umstülpen nicht zu sehr an den Rändern, damit sie die gerade aufgeraute Seite nicht wieder glättet. Legen Sie die Orecchietta auf Backpapier auf das Backblech und beginnen Sie mit der nächsten. Wenn es mal nicht klappt, formen Sie wieder eine Kugel und probieren Sie es noch einmal. Mit etwas Übung werden die Orecchiette selbstgemacht immer besser. Wenden Sie die Orecchiette nach 2-3 Stunden, denn auf den wulstigen Seiten kann die Unterseite nicht trocknen. Wenn Sie die Hütchen umdrehen, werden Sie auch die Ähnlichkeit zu Ohren erkennen.

Eine Antwort zu “Pastaschule 4: Orecchiette selbstgemacht”

  1. […] Sie sich – wie schon bei den Orecchiette – ein etwa hühnereigroßes Stück ab, verpacken Sie den restlichen Teig wieder […]

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