Azienda Agricola Tommaso Masciantonio

Azienda Agricola Tommaso Masciantonio

Im Herzen von Abruzzen liegen die Olivenhaine von Tommaso Masciantonio. Sein vielfach prämiertes Crognalegno wird nicht filtriert sondern dekantiert.

Wilde Pracht

Still überblickt der Monte Amaro das Geschehen zu seinen Füßen. Das gewaltige Felsmassiv liegt inmitten des Majella Nationalparks im Herzen von Abruzzen. Auf wunderschönen Wanderouten erfreut einen die einzigartige Flora und Fauna mit vielen endemischen Arten. In der Hochebene unterhalb des Nationalparks säumt ein silbernes Meer aus Olivenblättern die Landstraßen. Hier herrscht das perfekte Klima für den Anbau von Oliven. Kalte Winter und heiße, windige Sommer sowie die besondere geologische Zusammensetzung des kalkhaltigen und mineralreichen Bodens, machen die Region von Chieti zum Geheimtipp für Olivenöl-Feinschmecker. Eine der besten Ölmühlen der Region gehört der Familie Masciantonio.
Abruzzen

Abruzzen ist ein Land, das geeignet ist, um seine eigenen Wurzeln zu finden, um die Schnelllebigkeit der großen Städte zu vergessen und um in die unberührte Natur einzutauchen.

Zur Region

Drei Generationen

Bereits im Jahre 1874 kultivierte die Familie im Hochland von Caprafico Olivenbäume der lokalen Sorten Crognalegno, Gentile di Chieti und Intosso. 1948 wurde die erste Ölpresse in Betrieb genommen. Von den insgesamt 40 Hektar Land sind 14 Hektar Olivenhaine mit knapp 5.000 Bäumen. Drei Generationen wohnen auf dem Landgut unter einem Dach: Die 86-jährige Nonna Masciantonio, die immer noch in den Olivenhainen nach dem Rechten sieht sowie Pappa Masciantonio, der bis heute ein Auge auf die Ernte und Pressung wirft. Die Geschicke des Hofes leiten aber ihre Kinder Tommaso und Sabrina, deren Kinder wiederum bereits in ihre Fußstapfen treten.

Ein bewegender Moment

Tommaso ist ein ruhiger, introvertierter Zeitgenosse. Doch sobald er über sein Olivenöl spricht, flammt eine große Leidenschaft in seinen Augen. Die Zeit der Ernte ist für Tommaso nach allen Jahren immer noch aufregend. Früh morgens, wenn die Nebelfelder dick in der Luft stehen, beginnt die Ernte der noch grünen Oliven. Jetzt heißt es: Schnell sein! „Maximal 6 Stunden nach der Ernte müssen die Oliven in der Mühle sein“, verrät Tommaso. Zuerst werden die Früchte gewaschen. Gleich danach folgt das Mahlen durch Granitsteine und die anschließende gramolatura, also das langsame Mischen der Masse. Nun wird das gemahlene Oliven-Püree auf Matten geschichtet und schonend bei max. 26 C° hydraulisch gepresst. "Für meinen Vater und mich ist der Moment, in dem wir das erste Öl des Jahres sehen, immer sehr bewegend – voll Demut und tiefster Freude", sagt Tommaso.

Die Dekantierung

Es gibt einen wichtigen Unterschied in der Produktionskette der Öle von Tommaso zu vielen anderen Herstellern: „Unser Crognalegno wird nicht filtriert sondern bis zu 3 Monaten dekantiert“. Bei der Dekantierung setzen sich am Boden auf natürliche Weise Schwebstoffe ab. „Trotzdem finden sich mikroskopisch kleine Partikel im unserem Crognalegno wieder. So entsteht eine einzigartige Fruchtigkeit mit einer sehr prononcierten Schärfe“, sagt Tommaso sichtlich stolz. Die Lagerung erfolgt in luftdichten und sonnenundurchlässigen Stahltanks bei 12 - 20 C°. So oxidiert das Öl nicht und behält seine frische Aromenfülle.