Madonna delle Vittorie

Madonna delle Vittorie

Mit der Küche der oberitalienischen Region Trentino verbindet man nicht gerade Olivenöl oder Wein. Doch am Lago di Garda wachsen seit Jahrhunderten Olivenbäume und Weinreben.

Sehnsuchtsort Gardasee

Der Gardasee hat etwas surreal Schönes an sich. Wer einmal die Aussicht von den Serpentinen der Alpen herab auf den Lago di Garda genießen konnte, vergisst diesen nicht so schnell. Ein Sehnsuchtsort. Das Nordufer des glazialen Sees säumen Zypressen purpurfarbener Oleander, Palmen und Zitrusbäume. Diese Flora der südlichen Hemisphäre kann nur aufgrund des einzigartigen Mikroklimas so prächtig gedeihen. Obwohl die Nordseite von 2.000 - 2.500 m hohen Alpengipfel eingesäumt ist, herrscht ein submediterranes Klima am Lago di Garda. Heiße, sonnenreiche Sommer und niederschlagsarme, milde Winter sowie eine Vielzahl an belüftenden Winden (wie der Ora del Garda und der Pelér) kennzeichnen sein Klima.
Trentino-Südtirol

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Olivenöl im Mittelalter

Historische Aufzeichnungen belegen, dass Olivenbäume bereits zur Römerzeit am Gardasee gepflanzt wurden und deren Kultivierung spätestens im Mittelalter begann. Neben der Verwendung in der lokalen Küche wurde Olivenöl auch zur Beleuchtung in Kirchen sowie für das bei christlichen Prozessionen genutzte Chrisam (Salböl) verwendet. Bis heute wachsen an den Hängen der Voralpen und im Flachland der Südseite des Gardasees Olivenbäume. Insgesamt macht die Menge des gewonnenen Olivenöles aber nicht einmal 1% des gesamten italienischen Volumens aus.

Madonna delle Vittorie

An der Nordseite des Gardasees liegt die Winzerei, Ölmühle und das Gasthaus Madonna delle Vittorie. Circa 2.000 Olivenbäume wachsen in den Regionen um Arco, Riva und Torbole. „Königinnen vom Gardasee“, so nennt Massimo Azzolini die hier vorkommenden Sorten Casaliva und Frantoio. Massimo ist nicht nur ein gefragter Önologe und Kellermeister sondern auch Fachmann, wenn es um den Anbau und die Pressung von Oliven geht. Madonna delle Vittorie presst nur sehr kleine Mengen ihres Garda DOP Trentino, dafür sprechen diverse internationale Auszeichnungen für die hervorragenden Qualität.

Garda D.O.P. Trentino

„Obwohl wir hier in einem klimatischen Paradies leben, stellt uns die Olivenernte auch vor komplexe Herausforderung“, sagt Massimo. Die steilen Hänge in die sich die Wurzeln der knorrigen Bäume krallen, können nur zu einem ganz kleinen Teil mit erntehelfenden Maschinen bearbeitet werden. Der Großteil der Ernte ist also immer noch mühsame Handarbeit. Wenn die Oliven ihren Farbwechsel von grün auf violett vollziehen, auch Veraison genannt, beginnt die Ernte. „Meist sind das die letzten 10 Tage im Oktober“, verrät Massimo. Das Garda DOP Trentino ist ein leicht fruchtiges Olivenöl mit feinen Noten von frisch geschnittenem Gras, Artischocke und Mandel, um eine leichte Bitternote und mittlerer Schärfe ergänzt.