Padua

Venetien

Padua in Venetien

Padua von oben

Padua von oben

Padua ist eine Stadt mit ca. 210.000 Einwohnern in der norditalienischen Region Venetien. Früher trug die auf Italienisch Padova genannte Stadt im Deutschen die Bezeichnung Esten. Die Stadt liegt am Fluss Bacchiglione, früher floss auch die Brenta durch die Stadt, heute nur noch durch die nördlichen Bezirke. Padua liegt in der Venetischen Ebene (Pianura Veneta), die landwirtschaftlich genutzt wird. Südwestlich der Stadt liegen die von Lucan, Martial und Petrarca gepriesenen Euganeischen Hügel (Colli Euganei), heute ein Naturpark.
Kulinarisch ist Padua für seine Bigoli, eine den Spaghetti ähnliche Nudelform, bekannt.

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Padua Kathedrale

Geschichte Paduas

Padua gilt als eine der ältesten Städte Norditaliens. Der Legende nach bzw. nach Vergils Aeneid wurde die Stadt bereits um 1184 v. Chr. vom aus Troja stammenden Antenor gegründet. Die Gründung eines Fischerdorfs am Fluss Bacchiglione lässt sich erst im 4. vorchristlichen Jahrhundert nachweisen. Die in Patavium siedelnden Veneter waren bekannt für ihre Pferdezucht und die Qualität ihrer Schafswolle. Zur Zeit der „barbarischen“ Eroberungen Italiens wurde das antike Padua bis auf sehr wenige Relikte vernichtet. Im Laufe des Mittelalters erholte sich Padua von der Zerstörung langsam und 1222 wurde dort die dritte Universität Italiens gegründet. 1405 kam die Stadt unter die Herrschaft Venedigs. Im 16. Jahrhundert erfuhr es eine Blüte; u.a. lehrte Galileo Galilei in dieser Zeit an der Universität.
Ende des 18. Jahrhunderts gehört Padua zunächst zu Frankreich, dann zu Österreich, dann zum Königreich Italien und anschließend wieder zu Österreich. Mit dem Wiener Frieden gehörte Venetien und mit ihm Padua seit 1866 zum Königreich Italien. Während Venetien die ärmste Region Italiens war, blühte Padua dank der Universität zu einem kulturellen und technologischen Zentrum auf.

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Padua mit der Bacchiglione

Sehenswürdigkeiten in Padua

Aus der römischen Antike sind lediglich Reste des Amphitheaters sowie die römischen Brücken Ponte Molino, Ponte Altinate und Ponte San Lorenzo über den Bacchiglione und die Ponte Corvo erhalten. Wie in allen italienischen Städten gibt es zahlreiche Kirchen zu bewundern, darunter die Wallfahrtskirche Basilica di Sant’Antonio mit dem Grabmahl des Heiligen Antonius und den von Donatello gestalteten Bronzestatuen. Vor der Basilika steht das ebenfalls von Donatello geschaffene Reiterstandbild des Gattamelata. Südlich davon liegt die Scuola di Sant’Antonio mit von Tizian geschaffenen Fresken. Sehenswert und einen Ruhepunkt bildend ist der Botanische Garten, der bereits 1545 gegründet wurde und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Hier hielt sich Goethe auf und studierte das Blattwachstum einer Palme. Wer eine Führung durch die Universität unternimmt, sollte sich das Teatro Anatomico (den Seziersaal von 1594) sowie die Lehrkanzel des Galileo Galilei nicht entgehen lassen.

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