Slowfood – Was ist anständiges Essen?

Spezialitäten aus Italien

Kleine Piennolotomaten

Alte Sorten schützen

Der Geschmack und das Essen sind kulturelle Dimensionen, die unweigerlich in Wechselwirkung mit anderen Bereichen des Lebens stehen. Ging es der Slow-Food-Bewegung zunächst um den guten Geschmack, rückten schnell auch ökologische Probleme, Verbraucherfragen und fairer Handel in ihren Fokus.

Slowfood setzt sich gegen die Risiken der Monokulturen und Massentierhaltung ein. Auch die ältesten Gemüsesorten können nicht auf einem ausgelaugten Boden gezogen werden, auch das robusteste Vieh muss sauberes Wasser trinken, um zu wachsen und nur ein Bauer, der sich selbst ernähren kann, kann auch sein Feld nachhaltig bestellen.

Ein älterer HErr erklärt Kindern Gemüsesorten.

Den Geschmack schulen

So organisiert sich die Slowfood-Bewegung

Die Bewegung organisiert sich weltweit in Regionalgruppen, sogenannten Convivien. Ob Piennolo-Tomaten  oder Vacche Rosse Kühe: Die Slow-Food-Mitglieder prüfen, welche lokalen Gemüse- und Obstsorten, welche Rezepte für ihren Landstrich typisch sind und fördern dann gezielt deren Anbau und Zubereitung.

Mit Verkostungen und öffentlichen Tafeln schulen die Convivien den Geschmack! Es geht immer darum, sich Zeit zu nehmen. Es geht darum, das Besondere herausschmecken, den Genuß zu zelebrieren, die Jahreszeiten zu bedenken und die Qualität der Nahrung zu schätzen.

Kritik an Slowfood

Slowfood richtet sich gegen die Auswirkungen der Globalisierung. In den letzten Jahren läßt sich beobachten, wie die Bewegung selbst zu einem globalen Phänomen wird. Man wirft Slowfood vor, weltweit kommerzialisiert zu werden und dadurch an Glaubwürdigkeit einzubüßen. Außerdem beschuldigen Kritiker Slowfood, eine exklusive Bewegung für die wohlhabenden Eliten der Welt zu sein.

Ein bunter Gemsüestand

Reiche regionale Gemüsevielfalt

 

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