Olivensorte Bosana

Sardinien

Die Olivensorte Bosana aus Sardinien

Die Olivensorte Bosana ist eine in Sardinien sehr verbreitete Sorte. Sie macht etwa 50% des Gesamtbestandes auf der Insel aus. Woher ihr Name stammt, ist unsicher. Lange vermutete man, dass sie nach dem Ort Bosa an der Westküste Sardiniens benannt wurde. Heute weiß man aber, dass sie aus Spanien stammt. Da Spanien aber westlich von Sardinien liegt, ist es gut möglich, dass die Olivensorte Bosana über Bosa nach Sardinien eingeführt wurde, so dass beide Erklärungen zutreffen würden. Bosana wird sowohl als Tafelolive, als auch für die Produktion von Olivenöl angebaut.

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Frisch geerntete Oliven

Anbaugebiete der Bosana-Olive

Auf Sardinien ist die Bosana vor allem in der Mitte der Insel und im Norden weit verbreitet und die bevorzugte Sorte. Doch auch im Süden, vor allem in der Provinz Medio Campidano, ist sie zu finden. Außerhalb Sardiniens gibt es in Montenegro Olivenhaine, wo Bosana kultiviert wird. Für die Olivensorte existieren zahlreiche Synonyme, darunter: Aligaresa, Algherese, Bosinca, Olia de Ozzu, Olieddu, Palma, Sassarese, Sivigliana piccola und Tonda di Sassari. Es gibt auch einige botanische Varianten unter den genannten Bezeichnungen, die aber letztlich alle Bosana sind.

olivenoel bosana

Olivenöl aus der Bosana-Olive

Eigenschaften der Bosana-Olive

Ursprünglich wurde die Bosana als Tafel- und als Ölolive genutzt. Heute beschränkt sich ihre Verwendung vor allem auf die Pressung, denn sie ist mit 17-18% sehr ertragreich. Lediglich besonders große Oliven werden als Tafeloliven verwendet. Besonders gutes Öl wird daraus gewonnen, wenn die Oliven zu Beginn der Reifezeit gepflückt werden. Die Oliven haben bei der Ernte ein Gewicht von 2,5-3 g, sind leicht eiförmig und recht symmetrisch. Die Reifung beginnt an der Spitze und breitet sich von dort aus. Die Olivensorte Bosana ist mittel- bis spätreifend, d.h. in Medio Campidano erfolgt die Ernte zwischen November und Dezember.

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