Rebsorte Verdeca

Apulien, Emilia Romagna, Kampanien, Wein

Die Rebsorte Verdeca

Es gibt bekanntere als die Rebsorte Verdeca, das steht außer Frage. Das liegt nicht zuletzt an ihren Eigenschaften: Die weiße Rebsorte hat ein recht neutrales Aroma, das nur im Idealfall eine feine Mandelnote ausprägt. Auch der durchschnittliche Alkoholgehalt von 11-12% kann für eine reinsortige Verarbeitung kaum überzeugen. Daher wird die spät reifende Rebsorte Verdeca immer im Verschnitt mit anderen Rebsorten verwendet, meistens Vermouth.

Verdeca in Apulien

Verdeca in Apulien

Verdeca in Apulien

Die Rebsorte Verdeca wird in Italien vor allem in Apulien angebaut. Allerdings gibt es auch in der Emilia Romagna und in Kampanien Anbauflächen. Jedoch vermuten Experten, dass Verdeca aus Apulien stammt. Dort wird sie im Verschnitt in mehreren DOC-Weinen verwendet: Gravina DOC besteht aus Malvasia del Chianti und Greco di Tufo und/ oder Bianco d’Alessano. Diesen gibt es als Weißwein und als Spumante. Die Weinregion Locorotondo DOC erstreckt sich auf 1650 ha um das Städtchen Locorotondo. Der Anteil an Verdeca muss in diesen Weinen bei immerhin 50-65 % liegen.

verdeca trauben

Verdeca-Trauben

Verdeca in anderen DOC-Regionen

Im Latium gibt es das Anbaugebiet Velletri DOC. Die Weine bestehen zu bis zu 30% aus Verdeca, Trebbiano und Giallo sowie 70% aus Malvasia Bianca di Candida. Bis zu 10% dürfen sie Bombino bianco enthalten. Von den Hängen des Vulkans Vesuv kommen die Vesuvio DOC-Weine. Sie bestehen zu 35-80% aus der Rebsorte Coda di Volpe, aus Verdeca bis zu 45% und bis zu 20% aus Falanghina und Greco. Der Ertrag ist auf maximal 10 Tonnen pro Hektar beschränkt. Aus dem gleichen Anbaugebiet stammt auch der wenig bekannte Dessertwein Lacryma Christi.

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