Polignano a Mare

Apulien

Polignano a Mare

Direkt an der Adria in der Provinz Bari in Apulien liegt Polignano a Mare, im barischen Dialekt Peghegnéne genannt. Das Städtchen mit seinen rund 17.000 Einwohnern liegt 33 km südlich von der Provinzhauptstadt Bari. Die Menschen in der Stadt am Meer leben vom Tourismus, der Landwirtschaft (vor allem Kartoffeln, Salat und Oliven) und ein wenig vom Fischfang. Die Stadt ist auf Felsen errichtet, die von der Adria umspült werden und die zahlreiche Höhlen in den Stein gefressen hat. Die berühmteste Bucht ist die Lama Monachile nördlich der Altstadt, der nach den seltenen Mönchsrobben ( Monachus monachus) benannt ist, die hier einst häufig anzutreffen waren. Über sie führt die Brücke der Via Traiana (siehe unten).

Polignano a Mare

Polignano a Mare am Abend

Badeurlaub in Polignano a Mare

2008 wurden die Strände von Polignano a Mare erstmals mit dem Bandiera blu ausgezeichnet – der höchsten Auszeichnung bei Strandqualität. Auch 2014 erhielt der Ort wieder diese Auszeichnung. Zwischen 2008 und 2010 war Polignano a Mare einer der Gastgeber für das Red Bull Cliff Diving. Dafür wurde eigens eine Plattform 24 m über dem Wasser errichtet.

Polignano a Mare

Strand in Polignano a Mare

Historisches Polignano a Mare

Schon in prähistorischer Zeit war die Gegend um Polignano besiedelt, wie Ausgrabungen in Santa Barbara gezeigt haben. Schon in der Bronzezeit gab es hier einen der wichtigsten Häfen der Region. Man nimmt weiterhin an, dass an der Stelle des heutigen Polignano das antike griechische Neapolis von Apulien existierte, das von Dionysos II von Syrakus gegründet wurde. Allerdings ist dieser Ort nur auf Münzen nachweisbar. Aus der römischen Antike ist eine Brücke erhalten, die einst die Via Traiana, eine Verlängerung der Via Appia, trug. Im Mittelalter errichteten Benediktinermönche bedeutende Klosteranlagen. Eine davon in San Vito, das heute noch imposant von der Abtei überthront wird. Das andere Kloster existiert heute nicht, mehr; ehemalige Besitztümer können aber noch in der Kathedrale Santa Maria Assunta besichtigt werden.
Für Interessierte der Gegenwartskunst ist das Museo Pino Pascali zu empfehlen, das in einem ehemaligen Schlachthaus an der Uferpromenade untergebracht ist. Die Reliquien von San Vito werden jährlich am 26. April in einer feierlichen Prozession gezeigt.

Schreiben Sie uns hier Ihren Kommentar zum Beitrag!