Aceites Mirasol – Conde de Mirasol Hojiblanca

Wie Sie vielleicht schon bemerkt haben, sind wir von Gustini große Olivenölfans. Deshalb verfolgen wir stets mit großem Interesse auch Ölmüller und die Olivenölszene außerhalb Italiens. Heute möchten wir Ihnen  auch wenn nicht aus Italien  ein hervorragendes Olivenöl vorstellen: das Hojiblanca von Conde de Mirasol. Begleiten Sie uns also auf eine Reise nach Andalusien, genauer in die Gegend südlich des Naturparks Sierra Subbética. Hier liegt eines der besten Anbaugebiete für Oliven in ganz Spanien.

Die Sierra Subbética

Fährt man die einsamen Straßen der Sierra Subbética im zentralen Andalusien entlang, umschließt einen eine friedvolle Stimmung. Vielleicht liegt es an dem Spiel aus Licht und Schatten – ein Hin und Her von Sonne und Wolken, das die Landschaft aber nicht aus der Ruhe zu bringen vermag. Knochige, uralte Olivenbäume durchziehen in unzähligen Reihen die geschwungenen Bergketten. Ab und zu durchbrechen hochaufschießende Kalksteinspitzen ihre Symmetrie. Ein wahrhaftiges Idyll, fernab von den Touristenmassen der andalusischen Küsten. Etwas südlich des Naturparks erstreckt sich das Landgut „El Tejar“ (dt.: die Fliese) von Alfonso Gordon.

Die Hojiblanca

Seit über 300 Jahren ist der Hof im Besitz seiner Familie. Insgesamt 15.000 Olivenbäume der Sorte Hojiblanca (dt.: weißes Blatt) erstrecken sich bis über den Horizont hinaus. Die Bäume der Hojiblanca-Olive sind klein und gedrungen, sehen eher aus wie Sträucher als Bäume. Wenn die Äste viele Früchte tragen, berühren sie fast den Boden. Hojiblanca-Oliven besitzen ein mildes Aroma und ein festes, aber saftiges Fruchtfleisch. Sie enthalten weniger Öl als die bekanntere spanische Sorte Pictual. Da die Hojiblanca eine essentielle Rolle in der andalusischen Landwirtschaft spielt, wurde ihr zu Ehren sogar ein Museum in Málaga gewidmet.

Das Conde de Mirasol Hojiblanca von Aceites Mirasol

Der Traum

Perfektion ist wohl das Wort, das die Arbeit von Alfonso und seinem Team am besten beschreibt. Alfonso verrät, dass er den Traum seines Vaters wahr machen möchte: Das beste Olivenöle der Welt zu pressen! Diese Motivation nimmt man allgegenwertig war. Jeder Herstellungsschritt ist geprägt von präziser handwerklicher Sorgfalt. Zum Beispiel inspizieren Alfonso und sein Team ihre Bäume vorab. Trägt ein Baum nicht die allerbeste Qualität, werden auch keine Oliven von ihm zum Pressen verwendet. Letztlich schaffen es laut Alfonso nur 10% der gesamten Oliven bis in die Ölmühle. Anfang November beginnt die Olivenernte.

Ernte und Pressung

Unfassbar, denn nur die Hojiblanca, die am ersten Erntetag vorsichtig von Hand gepflückt werden, gelangen in die Presse. Jetzt besitzen sie besonders ausgeprägte Antioxidantien, die dem Öl letztlich seine Fruchtigkeit, Bitterkeit und Schärfe verleiht. Was auffällt: Alfonso lässt die Erntesäcke und Traktoren nur halb befüllen. Keine Olive soll gequetscht werden und eventuell verderben. Auch bei der Kaltpressung des Öls nimmt sich die Familie viel Zeit. Ein Geschwindigkeitsmesser verlangsamt die Pressung, sobald die Temperatur 21 °C überschreitet. Bei höheren Temperaturen oxidiert das Öl schneller und verliert an Geschmack und Haltbarkeit. Die Herstellung braucht also viel, viel Zeit.

Der Geschmack

Das Resultat ist dafür phänomenal! Der gepresste Olivensaft verführt mit stark ausgeprägten grünen Noten: Taufrischer Schnittlauch und Basilikum, grüne Banane und ein Hauch von Zitrus und Mandel hinterlassen ihre feinen Spuren. So entsteht ein köstliches Geschmackspanorama. Vollmundig-süßlich zu Beginn, fruchtig im Mittelteil und abschließend mit einer sanften Bitterkeit, erzählt uns das Hojiblanca eine wunderbare Dramaturgie. Zumal das grande finale, typisch für die Hojiblanca, im Hals beginnt, um dann zurück auf die Zunge zu springen. Kein Wunder, dass Alfonsos Öl mit dem 3. Platz in der Kategorie „mittelfruchtig“ bei den Olio Awards 2016 des FEINSCHMECKERs ausgezeichnet wurde und 2018 sogar den begehrten 1. Platz bei OLIO-Awards gewinnen konnte.

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