Pfeffer

Kräuter & Gewürze

Geschichte des Pfefferhandels

Pfeffer wird von der Pfefferpflanze gewonnen. Diese ist eine Kletterpflanze, die bis zu 10 Meter hoch werden kann, aber bei der Kultivierung verständlicherweise auf eine Höhe von 3 bis 4 Metern gehalten wird.
Pfeffer war seit der Antike ein wichtiges Handelsgut, das aus Südwestindien nach Europa importiert wurde. In Karawanen wurde das gut lagerfähige Gewürz transportiert und machte die Händler zu reichen Pfeffersäcken. Pfeffer war es unter anderem, der Kolumbus den Seeweg nach Indien suchen ließ. Das schaffte er zwar nicht, aber mit der Entdeckung Amerikas gelangten Paprika und Chili nach Europa, die wegen ihrer Schärfe pepe teilweise in der Küche verdrängten.

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Bunte Pfefferkörner

Schwarzer, Weißer, Grüner und Roter Pfeffer

Alle vier Varianten des Piparin haltigen Gewürzes werden von derselben Pflanze geerntet, jedoch unterscheiden sich die Reifezeitpunkte und die nachfolgende Verarbeitung. Schwarzer Pfeffer (pepe nero) wird geerntet, wenn die Früchte unreif oder kurz vor der Reife sind. Die Früchte werden getrocknet und dadurch von grün oder gelb-orange zu schwarz und bekommen ihre runzlige Oberfläche. Weißer Pfeffer (pepe bianco) hingegen wird aus vollreifen Früchten gewonnen, wenn die Pfefferfrüchte rot sind. Durch Einweichen über mehrere Tage löst sich die Schale, anschließend wird der Kern geschält und getrocknet sowie teilweise in der Sonne gebleicht. Grüner Pfeffer wird aus unreifen Früchten gewonnen, die jedoch nicht getrocknet, sondern in Salzlake eingelegt oder gefriergetrocknet werden, so dass die grüne Farbe erhalten bleibt. Ähnlich wird mit mit rotem Pfeffer (pepe rosso) – nicht zu verwechseln mit rosafarbenen – verfahren. Hier werden vollreife Früchte verwendet, die ebenfalls eingelegt werden. Rosa Pfeffer ist streng genommen gar kein Pfeffer, sondern der Brasilianische Pfeffer wird nur aus optischen Gründen in Pfeffermischungen oder 5-farbigen Mischungen mit Piment gegeben.

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