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Caffarel – Schokoladenherstellung mit langer TraditionWenn man an Schokolade herstellende Länder denkt, fallen einem wohl zu allererst die Schweiz, Belgien und Deutschland ein. Das ist sicherlich richtig, aber auch Italien kann auf eine sehr alte Tradition in der Schokoladenherstellung zurückblicken, die einige Spezialitäten hervorgebracht hat. Die Firma Caffarel beispielsweise gibt es bereits seit 1826! In diesem Jahr nämlich beschloss Pier Paul Caffarel, eine alte Gerberei am Stadtrand von Turin in eine Schokoladenmanufaktur umzuwandeln. Paola, die uns herumführte, erzählte uns, dass es überliefert sei, dass die in der Umgebung wohnenden Menschen wegen des sich enorm verbesserten Geruches sehr über diese Umwandlung gefreut hätten.Die Spezialität von CaffarelBereits 1852 brachte Caffarel eine neue Spezialität auf den Markt, genannt givu. Im piemonteser Dialekt bedeutet dies etwa soviel wie „Stumpf“, also etwas eher Unvollkommenes. Vom Geschmack her steht dieser Name dem bootförmigen Stück Konfekt aber in nichts nach – ganz im Gegenteil. Aufgrund wirtschaftlicher Probleme musste ein Teil des Kakaos durch gemahlene Haselnüsse ersetzt werden, für die die Langhe-Region des Piemont bekannt ist. Das war die Geburtsstunde des original Turiner Gianduiotto. Was damals bei der Firma Caffarel aus der Not geboren wurde, ist heute in vielen Schokoladenerzeugnissen wie Nuss-Nugat-Creme Usus und wird von Leckermäulern geschätzt. Den neuen Namen bekam das Konfekt Gianduiotto übrigens von einer gleichnamigen Karnevalsfigur, die diese kleinen Konfektesehr bald nach ihrer Erfindung regelrecht unters Volk warf. Seit 1865 ist daher dieses Schoko-Nuss-Konfekt als Gianduiabekannt. Gianduia-Schokolade ist heute auch die Bezeichnung für das spezielle Mischverhältnis von Kakao und gemahlenen Haselnüssen. |
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Die beliebtesten Produkte von Caffarel Cioccolato
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Der Erfolg von CaffarelDie köstlichen Konfekte von Caffarel wurden bald von den edelsten Gaumen geschätzt: 1869 wurde Caffarel ernannter Lieferanten an den italienischen König Vittorio Emanuele II und an die Herzogin von Genua. Seither dürfen sie deren Wappen im Firmenlogo tragen. Von einer Gerberei zum königlichen Lieferanten – eine unglaubliche Geschichte! Einen herben Rückschlag erlitt die Firma im 2. Weltkrieg, als die Fabrik komplett ausgebombt wurde, aber die Leidenschaft für die Schokolade trieb die Menschen an, die Fabrik schnell wieder aufzubauen. 1968 zog die Firma Caffarel in eine moderne Fabrik nach Luserna San Giovanni um, wo Pier Paul Caffarel geboren worden war. 2006 konnte Caffarel quasi an seine königliche Geschichte anknüpfen und wurde offizieller Partner der Winterspiele in Turin, für die extra eine neue Produktreihe entwickelt wurde. Passend zu den Winterspielen gibt es auch eine wärmende Trinkschokolade zum Löffeln von Caffarel. Bei der Verkostung vor Ort fühlten auch wir uns dann königlich wohl. |
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